Zum Inhalt des Romans
Den Roman "Bleib ein wenig, geh" ist in der Zeit von 1933 bis kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges in Masuren angesiedelt, an der Grenze zwischen Stadt und Land, zwei Sprachen und Religionen. Es ist die Liebesgeschichte der jungen, protestantischen, deutschsprachigen Minna und des katholischen, polnischen Ornithologen G, der verheiratetet ist und beide Frauen und die Kultur, die sie symbolisieren, gleichermaßen liebt. Minna erschließt sich aus den schlichten, empfindsamen Tagebüchern als sirenenhaft schönes „Kuckuckskind“, das ihren Eltern und Dorfmitbewohnern hochmütig und unerreichbar erscheint. Mit dem feinsinnigen G beginnt sich ihr die Stadt- und vor allem Bibliothekswelt zu öffnen und sie blüht in der streng geheim zu haltenden, nahezu wahnhaften Liebe auf. Gleichzeitig verstärken sich die faschistischen Kräfte. Als schon fast eine Lösung des Verhältnisses in Sicht ist, wird Minna denunziert…
Als stellvertretende Zeitzeugin habe ich aus der Not, keine Zeitzeugnisse gefunden zu haben, eine Tugend gemacht, ich habe meine Großmutter ganz in mir ausfindig gemacht. Ich habe einen sehr freien Umgang mit den überlieferten Geschichten gewählt, als Konsequenz der Einsicht, dass Wahrheit immer nur relativ zu einer Sichtweise zu einer bestimmten Zeit Bestand hat.
Als stellvertretende Zeitzeugin habe ich aus der Not, keine Zeitzeugnisse gefunden zu haben, eine Tugend gemacht, ich habe meine Großmutter ganz in mir ausfindig gemacht. Ich habe einen sehr freien Umgang mit den überlieferten Geschichten gewählt, als Konsequenz der Einsicht, dass Wahrheit immer nur relativ zu einer Sichtweise zu einer bestimmten Zeit Bestand hat.
AnKaLe - 15:59
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