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Randglossen

Montag, 19. Oktober 2009

Das hat uns gerade noch gefehlt -Eine Betrachtung zur Jugendsprache

„Man sollte einmal mitstenographieren, was die Leute so reden“ forderte Tucholsky einmal. Das gleiche haben sich vielleicht die Wörterbuchmacher von PONS gedacht und ein Wörterbuch der Jugendsprache herausgegeben. Entstanden ist dieses unorthodoxe Nachschlagewerk zum ersten Mal 2001, als im Rahmen eines Schülerwettbewerbes kistenweise Vorschläge in der Redaktion eintrafen. Was im Augenblick in ist, nein, up to date, nein, voll de luxe, das wird hier einmal festgehalten, so schnelllebig es auch ist. Man weiß es ja selbst, dass jede Generation seine eigene Sprachwelt erschafft, sein Territorium markiert, seine Grenzen zieht vor allen den Erwachsenen gegenüber und allem anderen, was uncool ist. Wobei das Wort uncool schon wieder d-markig ist, also out, oder vollpanne, wie das jetzt heißt. Die Penne von einst nennt sich jetzt Bildungsschuppen und irgendwie beschreibt das Wort auf eine mehr als treffende Weise den Zustand manch öffentlicher Schulen. Auf dem Schulhof stehen Rauchmelder, wie die Lehrer in der Pausenaufsicht heißen, und Waldapotheker ist mehr als eine Schönfärberei für den Drogendealer, der auch nicht weit ist. Überhaupt steckt eine ganze Menge an aktuellen Tendenzen in der Jugendsprache, so als seien Jugendliche Indikatoren und Vorantreiber gesellschaftlicher Bewegungen. Wenn zum Beispiel ein Landwirt als Ackerdesigner bezeichnet wird, dann trägt dies schon dem Umstand Rechung, wie sehr sich das Bild der Agrarwirtschaft gewandelt hat. Da zieht kein Gaul mehr den Pflug übers Feld, sondern die Felder liegen schön subventioniert und oftmals brach da und es fehlt nicht mehr viel, bis man sich den Bauern von einst am Computer seine Arbeit entwerfen und steuern sieht. Die Berufsbezeichnung Parkbankphilosoph ist für einen Obdachlosen in einer sonst eher pejorativen Sprache überaus politisch korrekt. Auch von Rentnern ist nicht mehr die Rede, sondern es kann schon mal passieren, dass eine Seniorenbarbie vorbeikommt. Sehr plastisch kann man sich darunter jene ältere Dame vorstellen, die ihrem realen Alter mit allen Mitteln der Mode und des Faltenbüglers zu entfliehen versucht. Überhaupt sagt die Jugendsprache viel über soziale Befindlichkeiten: Die Nullbock-Generation wurde der Erzeugerfraktion überlassen, nun gibt es den Klugscheißermodus und das Rolexen, das Angeben, den MOF, den Mensch ohne Freunde, den Partyparasiten, das Freibiergesicht und Paare, die eine Pattexbeziehung führen.
Neben einer langen Reihe von Begrifflichkeiten für entjungfern, Sexualorgane und Sex machen wie [piep] und [piep] findet die Jugendsprache bei aller Suche nach größtmöglicher Coolness manch originelle, fast zärtlich treffende Beschreibung, die unserem Wortschatz gerade noch gefehlt hat. Ist Ihnen nicht auch schon mal aufgefallen, dass in den heiligen Hallen viel gemurmelt wird? Wenn man das Gloriose einmal ins Gegenteil verkehrt, wie es eine trotzige Jugend immer tut- ist dann das Wort Murmelschuppen für Kirche nicht mehr als verständlich?
Der uniformierte Bewegungsmelder alias Verkehrspolizist scheint als Wortschöpfung etwas bemüht. Wohingegen manch Checkerbraut beweist, dass unter Jugendlichen nicht unbedingt Intelligenzallergiker zu finden sind und dass schon ab und zu das Laufwerk eingeschaltet wird anstelle einer Gehirnprothese, wie man übrigens den Taschenrechner nennt.
Die Sprache unserer Jugendlichen ist voller Kreativität, Lebendigkeit und metaphorischer Direktheit. Sie reizt zum Stirnrunzeln und Tabus weglachen, manchmal mit einer Träne im Auge, denn wie früh setzt das Ende der Kindheit ein, wenn Radierer die Pille danach bedeutet, die Eltern gerade so als Kohlenbeschaffer taugen oder man schon auf nüchternen Magen einen Joint raucht, was dann Ghettofrühstück heißt.
Vielleicht sollte man den Ratschlag Tucholskys befolgen und der Jugend einmal auf den Mund schauen. Wenn Sie dann noch ein Wörterbuch benötigen, hier noch einmal zum mitmeißeln:
PONS Wörterbuch der Jugendsprache 2006, Ernst-Klett-Verlag, Stuttgart, für zwei Euro im Buchhandel. Das ist krönungsbedürftig.

Rubrik: Kolumne
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Montag, 7. September 2009

Deutsche Sparkünste

Neulich erreichte mich ein Schreiben von einer großen Online-Bank mit der freudigen Nachricht, für einen bestimmten Zeitraum die Zinsen auf 2,5% zu erhöhen. Ich dachte, momenteinmal, das waren doch vorher 4%. Ich habe das Kleingedruckte der letzten Auszüge unter die Lupe genommen und da war zu sehen: 2007 3%, bis Mitte 2008 3,25%, bis Ende 2008 3,5%. Die 4, die sich da so eingebrannt hat, war nur eine Sonderzinsaktion, so wie jetzt die 2,5% auch nur im Rahmen einer Sonderaktion angeboten werden. Über den realen Zins findet sich nirgends eine Information. Na wenn sich da nicht das Sparen lohnt.

Aus der Rubrik Randglossen
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Dienstag, 1. September 2009

Herr Müller schenkt uns was

Montag, Berlin-Friedrichstraße: Ein junger Herr streckt mir einen Joghurt-Becher entgegen, ein Plaste-Löffelchen liegt obendrauf und ein Lächeln, alles gibts geschenkt, gratis, umsonst, vom Herrn Müller. Dieser Herr, der vom Schwabenländle aus zeigt, was in ihm steckt, z.B. auch Sachsenmilch und Weihenstephan, hatte sich ein paar Millionen schenken lassen, um den Abbau von Arbeitsplätzen zu subventionieren. Nachdem 2005 die Sendung Kontraste und Zeitungen wie der Stern darüber berichteten, waren nicht nur die Westharzer Käseroller ziemlich sauer. Inzwischen ist viel Gras über die Geschichte gewachsen, die Subventionsmasche grasiert jetzt landesweit, und wir bekommen als Ausgleich eben auch mal was geschenkt, mit süßen Früchten drin und unschuldigem Lächeln obendrauf.

Aus der Rubrik Randglossen
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Freitag, 14. August 2009

Der letzte Versuch

Für meinen neuen Reisepass brauchte ich so ein biometrisches Passbild. Früher, als es nur die Möglichkeit gab, seine Bilder beim Fotografen machen zu lassen, war mir die Prozedur immer verhasst und die entstandenen Fotos erst recht. Ich musste Anweisungen Folge leisten wie: setzen Sie sich seitlich, drehen Sie die linke Schulter nach vorn, schauen Sie über die Schulter. Und jetzt noch lächeln. In dieser verschraubten Position kam nur ein Krampflächeln heraus. Deswegen war ich dankbar, als die Automaten aufkamen, bei denen man sich selbst während des Knipsens sah und man so viele Versuche hatte, wie man wollte und das auch noch zu einem günstigen Preis.
Ich schob das Fotografieren sehr lange vor mir her. Erst wollte ich ein bisschen Farbe im Gesicht kriegen und auch noch frisch vom Friseur kommen, so ein Pass gilt ja für die nächste Ewigkeit. Als ich endlich so weit war, fuhr ich mit dem Rad zum Bahnhof. Unterwegs begann es zu regnen. Ein bisschen schadet meiner eh etwas bauschigen Haarpracht ja nicht, aber ich musste doch erst eine Weile über die Shoppingmeile schlendern, bis sie wieder etwas trockner waren.
Als ich mich in die Nische mit dem Automaten begab, irritierte mich, das nirgends genaue Informationen angeschrieben waren, zum Beispiel über den Preis. Ich setzte mich in die Kabine, schmiss 7 Euro ein (waren es früher nicht mal 5 DM?), leierte den Stuhl hoch und runter, hörte mir die Belehrungen der Automatenstimme an. Brillen und Kopfbedeckungen wurde besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Schließlich wurde ich eindringlich gewarnt, nicht zu lächeln, sondern einen neutralen Gesichtsausdruck zu zeigen. Während ich mir diesen Vorspann anhörte, merkte ich, dass ich auf dem Display fast nichts erkennen konnte, er war zu dunkel beleuchtet. Ich versuchte, mein Geld durch Drücken von Knöpfen zurück zu bekommen, aber es half nichts.
Na gut. Als nächstes sollte ich mein Gesicht in das angegebene Oval einpassen, meine Augen auf die Augenlinie bringen und meine Nase auf die Nasenlinie. Weil ich es kaum erkennen konnte, neigte ich mich vor und versuchte den Kopf dann in gleicher Höhe wieder etwas zurück zu nehmen. Erster Auslöser. Erstes Bild. Oh je. Drücken Sie den linken Pfeil, wenn sie nicht zu frieden sind. Ich drückte die linke Taste. Das nächste Bild. Also irgendwie sah mein Gesicht total schief aus. Und meine Nase rot. Das muss wohl vom Radfahren gekommen sein. Und der sommerlich nackte Hals wirkte wie der Stängel eines Pilzes, weil die Schultern nicht mit auf Bild kamen. Bevor ich die linke Taste drückte, suchte ich nach meinem Gesichtspuder. Der Automat hatte nicht soviel Geduld und begann mit dem Ausdrucken der Bilder. Zwar war es auch schon früher so, dass bei vier Bildern alle um einen My aus einer jeweils anderen Perspektive geschossen wurden und jedes auf eine andere Weise leicht verzerrt war, aber diese Bilder waren eine absolute Katastrophe.
Beim zweiten Versuch kam ich entspannt ohne rote Nase. Ich hatte eine Bluse rausgesucht, die ich sonst nie trug, damit ich wenigstens andeutungsweise einen Kragen um den Hals hatte.
Bei diesem Automaten konnte ich mich besser sehen, der Vorspann blieb mir erspart, er hing in Form von Richtig-Falsch-Bildchen in der Kabine. Nach dem ersten Auslösen las ich, dass dieses Bild nicht den Normen entsprach. Beim zweiten stimmte zwar alles, aber dieses verkrampfte Freundlichkucken ohne zu Lächeln gab meinem Gesicht einen ziemlich komischen Ausdruck. Die nächste Ansage lautete: Dieses ist Ihr letzter Versuch. Was schon der letzte? Ich war ja noch gar nicht warm. Ich gab mir Mühe, alles richtig zu machen, also mich genau an die roten Linien zu halten und neutral freundlich zu blicken. Das Bild entsprach wieder nicht den Kriterien. Ich durfte das zweite auswählen.
Im Bürgeramt schaute ich während der Wartezeit auf diese vier Fotos. Ich fragte mich, ob es nur deswegen so komisch wirkte, weil ich mich gleich viermal sah. Aber auch wenn ich die anderen abdeckte, blieb der Eindruck, dass da irgendwas nicht stimmte. War ich wirklich so hässlich? Hatte ich einen schiefen Mund und eine Gesichtshälfte, die total anders aussah als die andere? Die Augen lagen jedenfalls auf einer Höhe. Vielleicht tun sie das sonst nicht.
Die Angestellte nahm keinen Abgleich zwischen Foto und Realität vor. Im Gegenteil. Sie fragte, ob die Größe und die Augenfarbe noch stimmen. Scheinbar müssen sie dort auch Pässe für Wesen ausstellen, die schon unter ihrer Größe weggeschrumpft sind oder ihre Augenfarbe ändern lassen.
Als ich meine Unterschrift gegeben und das Geld rüber geschoben hatte, stellte mir die Dame ein winziges Gerät hin und forderte mich auf, meinen rechten Zeigefinger darauf zu legen. Ich reimte mir zusammen, dass es sich um eine Art Miniscanner handelte. Mit einem kleinen Unbehagen legte ich den Finger darauf. Dann noch den Zeigefinger der anderen Seite. Ich fragte nach und erfuhr, dass die Fingerabdrücke auf dem Chip im Pass gespeichert würden. Vermutlich auch noch an anderen Stellen, dachte ich, ist ja auch eine gute Idee, Verbrecher schneller zu finden. Wenn sie sich jemals für 48€ einen Reisepass ausstellen lassen, den man in Europa eigentlich nur noch selten braucht. Komisch war es schon, plötzlich zur Gruppe potentieller Verbrecher zu gehören.
Wenn schon das Foto nur entfernt mit mir ähnlich ist- so kann ich nun bei der nächsten Kontrolle einfach meine Tatze hinhalten.

PFOTE1

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Dienstag, 2. Juni 2009

Einen Bleistift...

Ein Schriftsteller brauche keine wirtschaftliche Unabhängigkeit, sondern Bleistift und Papier, soll William Faulkner einmal geäußert haben. Scheinbar saß er in diesem Moment über einem Felsspalt, aus dem Schwefel oder eine andere gehirn(ver)klärende Substanz aufstieg. Wie anders soll man diesen Spruch sehen, wenn nicht als Orakelspruch. Erklärungsversuch 1: Ein Schriftsteller weiß von vorn herein, dass es keine Unabhängigkeit gibt und darin ist die von der papier- und bleistiftherstellenden Industrie noch die tolerabelste. Erklärungsversuch 2: Ein Schriftsteller nehme jede mögliche Unterstützung großzügig vergessend an und konzentriere sich auf seine Arbeit. Erklärungsversuch 3 fußt auf einer Kurzfassung des oben genannten Spruches: alles, was ein Schriftsteller brauche (zum Schreiben? zum Leben?), seien Bleistift und Papier. Das wäre im Prinzip richtig, nur eben in der zeitgemäßen Fassung: Alles was ein Schriftsteller braucht sind ein Laptop, Drucker, Druckerpapier, Stromanschluss und Internetverbindung. Natürlich auch einen Schreibtisch, auf dem der Computer steht und einen Raum mit Wänden und ein Haus ringsherum mit Dach darauf. Verursacht ein Bleistift inklusive eines Spitzers relativ moderate Kosten und ist er im Prinzip auch von einer Parkbank aus oder unter einer Brücke zu betätigen, so entstehen in seiner modernen Entsprechung eine ganze Reihe von Kosten und Bedingungen. Wenn ich zur Zeit hier wenig in Erscheinung trete, so liegt es daran: Ich spare gerade auf einen Bleistiftspitzer.

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Mittwoch, 18. Februar 2009

Bekennende Simplifyerin

Die Ratgeberverlage verdienen an mir nicht besonders viel. Ich halte es zwar für ein Zeichen von Klugheit, aus den Erfahrungen anderer zu lernen, deswegen lese ich ab und zu Ratgeber, aber meistens auf einer roten gepolsterten Bank bei Hugendubel. Nur wenn ein Buch mehr als ein, zwei verdünnte Thesen bietet, gelangt es schon mal über den Kassentisch in meinen Besitz. Ein Buch, für das ich im Nachhinein bereit wäre, das 10fache auszugeben, ist "Simplify your life". Ich gebe es ungern zu, aber es hat, wie es selbst prophezeit, tatsächlich mein Leben revolutioniert. Seit ein paar Wochen ent-staple, ent-dopple und ent-schlacke ich meinen Arbeitsplatz und fühle mich schon jetzt wunderbar leicht und wie kurz vor dem ultimativen Durchbruch. Zumindestens dem aus meinem verknotet geschichteten Berg aus paralell und verkreuzt laufenden Ideen und Projekten. Ich nenne mich stolze Besitzerin einer Hängeregisratur. Es wunderte mich zunächst, wie ein Buch der Gegenwart so ein Fossil empfehlen kann, aber es ist ein verdammt praktischer und lebendiger Ordnungshelfer. Kombiniert mit einem Wochenkalender kann mir jetzt keine meiner Aufgaben entwischen. Manche Tugenden kennt man schon lange und doch braucht es eine Ewigkeit, bis es im Bewusstsein Klick macht und die Tugend dort ankern und ausbrechen kann. Ein routinierter Nein-Sager hat nach "Simplify" - Methode ein Problem weniger zu lösen, nämlich dass der Tag zu wenige Stunden hat für alle Aufgaben, zu denen immer noch unerwartete hinzukommen.
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Montag, 19. Januar 2009

Schneekönigin mit Feuer im Bauch

Das Objekt, dass die Besucher des Galerierundgangs an diesem Wochenende auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei am meisten in Bann gezogen hat, ist diese Dame:

IMG_0115kl
Schneekönigin des Künstlertrios A.K., T.S. und L.L.

Preisangebote sind bei mir abzuliefern, Minimalgebot liegt bei 5000 Euro. Das Besondere an dieser Skulptur: beim Betrachten des Fotos hat sich das Original schon in Wohlgefallen aufgelöst.
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Dienstag, 16. Dezember 2008

Künstler sein

schlingerlingerieist wie Edelprostitution nur ohne Bezahlung.

Verfasser unbekannt









Ich wünsche Ihnen lange, schöne, frohe Weihnachtsferien und viel Erfolg für das Jahr 2009!

Wesolych Swiat Bozego Narodzenia oraz szczesliwego Nowego Roku!
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Donnerstag, 23. Oktober 2008

So ein Heidenreich

Schon gewusst, dass Frauen im deutschen Kulturbetrieb nicht das Gleiche sagen dürfen wie Männer? Darf man daraus schließen, dass Frauen ernster genommen werden? Das gäbe Anlass, zu hoffen.

Rubrik: Randglossen
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Freitag, 18. Juli 2008

Isn't it Fanni

PICT21511Wenn sie nicht gerade auf die Palme klettert und samt ihr herunter stürzt; wenn sie nicht einen Vorhang hinaufklettert, Fäden zieht und oben festhängt; wenn sie nicht das Sofa mit ihrem Klo verwechselt; wenn sie nicht das allabendliche Spiel spielt, wer zuerst im Schlafzimmer ist; wenn sie mir nicht die Hände zerkratzt und zerbeißt, so dass sie aussehen, als sei ich in Brombeergestrüpp gefallen; wenn sie nicht nach dem Stift tatzt, mit dem ich gerade schreibe oder über die Tastatur läuft und auf diese Weise meine Teeeeeeeeeeeexte nachbearbeitet; wenn sie also das tägliche Programm der Katzenschule unterbricht und sich ein Päuschen gönnt und in meinem Schoß schlummert oder um meinen Nacken hängt und in den Hörer schnurrt, dann empfinde ich sie als das entzückendste Wesen der Welt. Und weil ich mich gar nicht bewegen mag und höchstens ganz leise mit der Tastatur klappere, denke ich, sie ist auf dem Weg, eine echte Muse zu werden.

Rubrik: Randglossen
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Anna Kaleri

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Ich lass mal einen Gruß...
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Eugene Faust - 2009.12.16, 16:38
Unsinnstifterin gefällt...
Unsinnstifterin gefällt mir gut! ;-)
Talakallea Thymon - 2008.04.10, 10:27
oder Unsinnstifterin...
oder Unsinnstifterin oder Detailrecyclerin oder Zeitdruckerin...
AnKaLe - 2008.04.09, 14:07
Statt Verkäuferin...
Statt Verkäuferin könnten Sie auch Heizerin...
Talakallea Thymon - 2008.04.09, 12:18
... minä ...
... minä ...
Talakallea Thymon - 2008.03.26, 10:00
Kommentar ein, Kommentar...
Irgendwann war es mir zu viel geworden, auf die Kommentare...
AnKaLe - 2008.03.24, 13:15
gewagt, aber verstädnlich,...
gewagt, aber verstädnlich, das bild. Max Frisch...
Talakallea Thymon - 2008.03.17, 10:02

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